1773 beschreibt Pierre Poncet in seiner "Geschichte der Stadt Pézenas" den Landsitz von Monsieur de Peyrat als eine Art Bauernhaus "in Form eines Schlosses, mit herrlichen Pavillons, Irrgärten, Gehölz und Ufern des Euriège-Baches, der alles bewässert, das Ganze von einer hohen Mauer mit einem prunkvollen Tor umgeben". Die große Mauer und das herrliche Tor dieses Wohnsitzes sind noch vorhanden, aber die riesigen Ziergärten mit ihren Pavillons, die exotischen Tiere und die Vogelgehege sind seit langem verschwunden.
Die zu Tage gebrachten Ausgrabungen lassen vermuten, dass dieser Ort bereits zur Römerzeit besiedelt war; vielleicht stand dort sogar eine der größten gallorömischen Villen. Jedoch der älteste Teil des noch bestehenden Gebäudes ist ein überwölbter Saal aus dem Mittelalter, direkt neben dem Keller. Heute steht nur noch der Wohnsitz aus dem 17. Jh., der zwar restauriert und vergrößert, jedoch seit seiner Errichtung wenig verändert wurde. Als die Ziergärten angelegt wurden, erhielt er den Namen "Montplaisir".